Wer wir sind

Alanus Forum e. V. // Alanus Europäisches Forum für Interkulturellen Dialog e. V.

Das Alanus Forum e. V. ist ein seit 1990 bestehender eingetragener Verein mit Sitz in Alfter bei Bonn, der es sich zum Ziel genommen hat, den interkulturellen Dialog in den Bereichen Kunst und Kultur sowie die Begegnung der Künste und Generationen zu fördern. Den Vorstand des Vereins bilden derzeit Professorin Andrea Heidekorn, Janina Hutschenreuter und Stefanie Gather.
Die Arbeit des Vereins ist orientiert am Menschenbild der Anthroposophie und den Ideen ihres Gründers Rudolf Steiner. Der Verein unterstützt Künstlerinnen und Künstler, Studierende, Laien sowie die Alanus Hochschule und andere europäische Ausbildungsstätten, die dem Grundgedanken der Anthroposophie verbunden sind. Er ist insbesondere daran interessiert, Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen jeden Alters eine Möglichkeit zu bieten, durch schöpferische Betätigung, künstlerische Arbeit und kreative Selbsterprobung neue Denk- und Handlungsweisen zu entwickeln.
Das Alanus Forum e. V. ist Veranstalter der jährlich stattfindenden Sommerakademie Alfter und der Winterwerkstatt Alfter. Darüber hinaus veranstaltet das Alanus Forum e. V. Ausstellungen und Tagungen, unterstützt künstlerische Projekte und vergibt im Zusammenhang mit der Sommerakademie Alfter Stipendien an Jugendliche, Familien und WaldorfpädagogInnen. Initiatorin der Angebote, die unter dem Dach des Vereins zusammengefasst wurden, ist Stefanie Gather.

Das Alanus Forum e. V. richtet seit 1990 in den Räumen der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn jährlich fortlaufend die Sommerakademie Alfter aus, die einen Begegnungsraum für alle Künste und Generationen stiftet.  Teilnehmende jeden Alters und jedweder Herkunft können hier über vier Wochen künstlerische Kurse von je ein bis vier Wochen Dauer besuchen. Ein internationales Dozententeam sorgt für Angebote in allen Sparten der bildenden wie performativen Künste. So gibt es neben Kursen für Malerei, Bildhauerei und Graphik, Kurse für Eurythmie, Theater, Tanz und Musik. Auch Schreibwerkstätten und experimentelle Angebote gehören zum festen Programm. Darüber hinaus werden wechselnd neue Formate angeboten, wie etwa Werkstätten für Fotografie und Film, modernen Tanz oder Land Art. Das Zusammenwirken in den Kursen wie auch das Zusammenwirken und der Austausch der verschiedenen Künste und Menschen untereinander bilden eine Atmosphäre, die nicht Nebeneffekt der vielfältigen schöpferischen Prozesse ist, sondern ihr Nährboden und Herzstück: die Sommerakademie Alfter ist ein soziales Gesamtkunstwerk. Sie öffnet einen potenziellen Raum, der über die Arbeit am eigenen Werkstück im Atelier hinausgeht. Der gesamte Mensch wird künstlerisch aufgefasst.

Seit 2011 fördert der Verein KünstlerInnen, die während der Sommerakademie vor Ort arbeiten, den Kursteilnehmern Möglichkeit zur Begegnung bieten und – von der Umgebung inspiriert – eigene Projekte umsetzen. Künstler vor Ort waren u. a. Tomek Wendland, Anne Schwarzat, Johannes Stüttgen, Jean Lennox, Silke Kirch, Mary Bauermeister, Wolfgang Held, Markus Stockhausen. Darüber hinaus gibt es kursübergreifende Angebote, die den Austausch der Künste und Menschen untereinander anregen und fördern, wie Chorsingen, Meditation oder Eurythmie sowie jeden Freitag einen öffentlichen Rundgang durch die Ateliers. Kinder finden während der Sommerakademie über die gesamte Kursdauer – je nach Angebot – Aufnahme im Kinderatelier. Hier werden mittels verschiedener künstlerischer Angebote im bildnerischen und musischen Bereich, vor allem im Umgang mit Naturmaterialien und im Rahmen freier Spielräume, die autonomen Handlungskompetenzen der Kinder gefördert. Die ebenfalls jährlich stattfindende Winterwerkstatt Alfter – vom Ablauf wesentlich kürzer, vom Angebot wesentlich schmaler – folgt im Kern der gleichen Intention.


Alle Angebote des Alanus Forum e. V. richten sich sowohl an Laien wie auch an professionelle Künstler und können fast sämtlich auch ohne künstlerische Vorkenntnisse gebucht werden. Zum Konzept der Kursangebote gehört die Auffassung der Kunst als einer Sprache, die trotz ihrer vielen individuellen Formen, Ausprägungen und Spielarten alle Menschen miteinander verbinden kann, da sie allen Menschen wesenhaft ist. Im Fokus der Arbeit in den Kursen steht deshalb die individuelle Entfaltung jedes Einzelnen ebenso wie die aufmerksame wechselseitige Wahrnehmung. „Unsere Kurse haben keinen Nutzen für irgendeinen Zweck. Wir schaffen Raum für Selbsterfahrung, für ein existenzielles Erlebnis sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Gemeinschaft“ – so Tomek Wendland, langjähriger Dozent. Die Veranstalter und Dozierenden sehen ihre Aufgabe vor allem darin, den Menschen mit seinen ihm wesentlichen inneren Ressourcen in Kontakt zu bringen und einen Spielraum für die Begegnung mit sich selbst und anderen zu stiften. Inspiriert ist die Arbeit von den Ideen Rudolf Steiners, des Begründers der Anthroposophie. Zentral für das Menschenbild der Anthroposophie ist die Auffassung, dass Entwicklung nicht linear und zielorientiert verläuft, sondern organisch und wesenhaft: Sie kann angeregt, aber nicht angeleitet werden.